Die Idee

Der Konservator des MIH, Ludwig Oechslin, hat in seiner Laufbahn als Uhrenkonstrukteur schon viele komplizierte Armbanduhren entwickelt. Sein lange gehegter Wunsch, einmal eine einfache Uhr zu konzipieren, die dann auch in den Verkauf gelangt, ist mit der MIH Uhr endlich wahr geworden. Ermöglicht wurde das durch seine gegenwärtige Arbeit im Museum, der Zusammenarbeit mit dem Luzerner Uhrengeschäft EMBASSY und der Begeisterungsfähigkeit des Meisteruhrmachers Paul Gerber. EMBASSY in Luzern ist ein Spezialgeschäft für Erzeugnisse der Haute Horlogerie und in dieser Funktion ein Treffpunkt für Connaisseurs komplizierter Uhren. Durch freundschaftliche Beziehungen zu Ludwig Oechslin resultiert eine enge Zusammenarbeit zwischen MIH und EMBASSY. Überzeugt von Oechslins Idee, nahmen die Verantwortlichen von EMBASSY die Herausforderung an und erklärten sich bereit, die Herstellung der zukünftigen MIH Uhr in die Hand zu nehmen. Nun musste jemand gefunden werden, der die Uhr zunächst als Prototyp und später in Serie bauen würde. Paul Gerber heisst der Mann, der diese Aufgabe annahm. Paul Gerber hat sein Atelier in Zürich und ist Mitglied der Académie Horlogère des Créateurs Indépendants (AHCI), dem Zusammenschluss der bekanntesten unabhängigen Uhrmacher. Neben den Uhren, die er unter seinem eigenen Namen herstellt, konzipiert Gerber für namhafte Uhrenmarken komplizierte Zusatzfunktionen. Er brachte Ludwig Oechslins Jahreskalender zur Serienreife und stellt jede einzelne MIH Uhr mit seinen Mitarbeitern selbst her. Selbst bei der Verpackung der MIH Uhr ging man ungewohnte Wege: «Ich will nicht, dass der Käufer eine grosse Verpackung mitbezahlen muss», meinte Ludwig Oechslin von Beginn weg. Hochwertig sollte sie aber dennoch sein. Für Oechslin war der Fall klar: «Wir legen die Uhr in die jeweils aktuelle Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung. Damit verwenden wir das seit über 225 Jahren gehaltvollste täglich erscheinende Produkt der Schweiz und geben noch Mehr InHalt dazu.»